Der portugiesische Immobilienmarkt

Nach Angaben des INE wurden in Portugal zwischen 2013 und 2022 rund 150.000 neue Wohnungen gebaut, gegenüber rund 630.000 im vorangegangenen Jahrzehnt.

Weniger Neubauten

Der Rückgang im Baugewerbe war in allen Regionen zu spüren. Dies lag zum einen an der Konzentration auf die Stadterneuerung (ein langsamerer und komplexerer Prozess) und zum anderen an den nach der Finanzkrise verschärften Finanzierungsbedingungen für die Baubranche, wodurch deren Kapazitäten eingeschränkt wurden. Der Wohnungsbestand altert: Es wird mehr saniert und weniger neu gebaut.

Mehr Haushalte, dafür aber kleinere

Es gibt mehr Einpersonenhaushalte, Paare ohne Kinder und Alleinerziehende, wobei die durchschnittliche Personenzahl pro Haushalt seit Beginn des Jahrhunderts um 14 % zurückgegangen ist. Zwischen den Volkszählungen von 2011 und 2021 wuchs die Bevölkerung des Ballungsraums Lissabon um 1,7 %, während die des Ballungsraums Porto um 1,3 % zurückging. Zusammen führten diese Faktoren zu einem Anstieg der Nachfrage.

Nachfrage und knappes Angebot treiben die Preise

Die Nachfrage nach Wohnraum ist vor allem in Lissabon und Porto deutlich gestiegen, was zu einem Preisanstieg geführt hat. Die Immobilienpreise sind schneller gestiegen als die Löhne, was sich auch auf den Mietmarkt auswirkt, eine der wichtigsten Einnahmequellen für Immobilieninvestoren.

Quellen

Confidencial Imobiliário, INE und Policy Paper der Fundação Francisco Manuel dos Santos.